Berlin: Elternzeit mal anders

Alltag kehrt ein

 

Gedanken über die 4. Woche in Berlin (05.-11. August 2019)

Die Ferien sind vorbei.

Die Schulzeit hat wieder angefangen.

Der Alltag in der Blu:Boks kehrt ein.

Bei uns auch.

Alltag in einer noch immer fremden Stadt.

Mit fremden Menschen.

Fremden Gewohnheiten.

Fremdem Denken.

Weit weg von Freunden und Familie.

Aber der Alltag kehrt ein.

Trotzdem.

Die Woche ist durchgeplant.

Montag Tanz-Workshop für mich.

Dienstag Blu:Team-Besprechung mit allen.

Am Nachmittag Musik-Workshop für meinen Mann.

Mittwoch Elterncafé.

Donnerstag und Freitag Büro.

Mit den Kindern sind wir unterwegs.

Gemeinsam und alleine.

Spazieren im Kunger-Kiez.

Einkaufen im EDEKA.

Schaukeln auf dem Spielplatz.

Dabeisein im Blu:Boks-Alltag.

Mit uns im Alltag.

Der Alltag kehrt ein.

Unser Alltag in Berlin.

Neu, spannend und herausfordernd.

Die Arbeit macht uns Freude.

Sie ist vielseitig und es gibt viel zu tun.

Die Atmosphäre ist einzigartig.

Der Blu:Boks-Gedanke überall:

Jede und jeder ist wertvoll.

Ein Wunder.

Gut, so wie man ist.

Egal woher man kommt.

Wie man aussieht.

Was oder wie man glaubt.

Was man mag oder nicht.

Einfach egal.

Wertvoll.

Wundervoll.

Begabt.

Die Blu:Boks Berlin.

Selbstwert-Manufaktur.

Begabungen entdecken und fördern.

Willkommen heißen und willkommen sein.

Jede und jeder.

Genau so fühlen wir uns auch.

Von Anfang an willkommen.

In den Workshops.

Im Elterncafé.

Im Büro.

Einfach willkommen.

Und gebraucht.

Denn Arbeit gibt es viel.

Die 10-Jahres-Feier steht an.

T-Shirts werden bestellt.

Anmeldungen und Kontakte aktualisiert.

Spiegel organisiert.

Das Blu:Board erstellt.

Geprobt.

Gelacht.

Gelebt.

Alle arbeiten mit.

Gemeinsam hin auf die Feier.

Nicht mal mehr sechs Wochen.

Am Mittwoch dann zum ersten Mal im Elterncafé dabei.

Gespannt, erwartungsvoll, interessiert.

Freuen uns auf die Kaffeemaschine.

Eine Siebträger.

Doch die ist leider kaputt.

Ausgerechnet.

Doch das Team ist motiviert.

Lässt sich nicht unterkriegen.

Filterkaffee muss her.

Es gibt viel zu essen.

Alles ist liebevoll hergerichtet.

Organisiert von einigen KITA-Eltern.

Ehrenamtlich.

Auch sie heißen uns willkommen.

Echte Ur-Berliner.

„Janz toll, dass ihr da seid, wa!“

Beschreiben sich als ehrlich und direkt.

Und unfreundlich.

Aber davon merken wir nichts.

Es wird viel gelacht.

Gegessen und gearbeitet.

Das Café füllt sich.

Mit Eltern und Kindern.

Alle fühlen sich wohl.

Leckeres Essen für alle.

Andere Erwachsene zum Quatschen.

Viele Spielsachen für die Kinder.

Wir lernen uns kennen.

Tauschen uns aus.

Erfahren Neues.

„Die Schwaben sin’ hier nich’ so beliebt!“

Hören wir zum ersten Mal.

Die Erklärung einleuchtend.

Die reichen Schwaben treiben die Mieten in die Höhe.

Werden nicht gern gesehen.

Einleuchtend aber auch erschreckend.

Weil wir selbst Schwaben sind.

Weil es wahr ist.

Etwas Neid schwingt mit.

Reich und arm.

Ein endloses Thema.

Stuttgart und Berlin.

Zwei so unterschiedliche Städte.

Ein anderer Flair und Lifestyle.

Werte liegen wo anders.

Mehr Gelassenheit hier.

Teure Autos dort.

Menschen wie du und ich.

Und doch anders.

Aufgewachsen im gleichen Land.

Aufgewachsen in einer anderen Stadt.

Die gleiche Kultur und doch so verschieden.

Interessant, lehrreich und bedenkenswert.

Neue Menschen.

Neue Geschichten.

Über den Tellerrand blicken.

Aufeinander zugehen.

Meinungen austauschen.

Meinungen stehen lassen.

Den Menschen sehen.

Nicht die Berlinerin oder den Berliner.

Nicht die Stuttgarterin oder den Stuttgarter.

Miteinander sprechen.

Sich unterhalten.

Voneinander lernen.

Am Abend zwei Mitarbeiter aus der Blu:Boks bei uns zu Besuch.

Wir haben viel zu reden.

Tauschen uns aus.

Über unsere Familien.

Unsere Herkunft.

Unseren Glauben.

Entdecken viele Gemeinsamkeiten.

Lernen viel Neues.

Werden zum Nachdenken angeregt.

Sind christliche Gemeinden ausgrenzend und manipulativ?

Sind wir ohne Jesus wertlos?

Sind Menschen auf dem Land weniger tolerant als Stadtmenschen?

Egal ob Brandenburg oder Allgäu?

Ist die KITA gut oder schlecht für mein Kind?

In Berlin stellt sich diese Frage niemand.

Alle Kinder gehen spätestens mit einem Jahr in die KITA.

Ein Erbe aus DDR-Zeiten.

Aber bewährt.

Ganz normal.

In Stuttgart eher verpönt.

Man muss sich rechtfertigen.

Eine andere Stadt.

Andere Menschen.

Anderes Denken.

Andere Voraussetzungen.

Dass nur einer arbeitet in Berlin nicht denkbar.

Nicht machbar.

Gehälter eher geringer.

Viele Männer im sozialen Sektor.

Nicht so gut bezahlt.

Aber wertvoll.

Von der Gesellschaft aber nicht wertgeschätzt.

Der Mehrwert dieser Arbeit wird nicht gesehen.

Ein neues Auto oder Handy lass ich mir was kosten.

Der KITA-Platz aber soll umsonst sein.

Einerseits egoistisch.

Andererseits menschlich.

Ein Problem ohne Lösung.

Eine gewisse Ungerechtigkeit.

Gleicher Lohn für gleich viel geleistete Arbeit?

Ist das die Lösung?

Ein Staat, der dies alles kontrolliert?

Wohin kommen wir dann?

Oder alles den Menschen frei bestimmen lassen?

Kann er das?

Will der Mensch nicht mit Verboten zur Disziplin gezwungen werden?

Hört sich liberales Denken nur gut an?

Passt dies denn zu uns Menschen?

Wie viel Freiheit ist gut?

Darf ich als Vermieter die Mieten so in die Höhe treiben, dass Menschen davon arbeitslos werden?

Selbständige Cafébesitzer, die ihre Miete nicht mehr zahlen können.

Viel Herzblut reingesteckt.

Miete erhöht.

Nun auf der Straße.

Unmenschlich?

Existenzvernichtend?

Wie weit darf meine Freiheit gehen?

Viele Fragen.

Wenige Antworten.

Auf der Suche.

Offen für anderes Denken.

Tolerant.

So will ich sein.

Neues überdenken.

Glaubenssätze verändern.

Den Menschen in die Augen sehen.

Verschiedenheit zulassen.

Hier in Berlin.

Und in Stuttgart.

Gespannt auf die weitere Zeit.

Neue Menschen.

Neue Geschichten.

Neues Denken.

Ein neuer Alltag.

Unser Alltag in Berlin.

Mit vielen neuen Eindrücken.

Vielen neuen Gedanken.

Viel neuem Gesprächsstoff.

Ein neuer Alltag.

Alltag kehrt ein.

 


 

Spielplatz Wildenbruchstraße

Spielplatz Weichselplatz

Familienzentrum Vielfalt (Silbersteinstr. 137, Berlin-Neukölln)

KITA „Wunderkinder“ der Blu:Boks Berlin (Paul-Zobel-Str. 9, Berlin-Lichtenberg)

Wasserspielplatz „Plansche“ (Berlin-Plänterwald)

 

Elterncafé der Blu:Boks Berlin (Paul-Zobel-Str. 9, Berlin-Lichtenberg)

F5 Coffee (Falckensteinstr. 5, Berlin-Kreuzberg)

 

Frozen Quark-Stand (Markt auf dem Boxhagener Platz, Berlin-Friedrichshain)

Eiswagen (Plansche, Berlin-Plänterwald)

 

Markthalle Neun (Eisenbahnstr. 42/42, Berlin-Kreuzberg)

 

Neuköllner Ruderclub (Haarlemer Str. 45e, Berlin-Neukölln)

 

Görlitzer Park

Plänterwald

 

Türkischer Markt am Maybachufer (Berlin-Kreuzberg)

Markthalle Neun (Eisenbahnstr. 42/42, Berlin-Kreuzberg)

Markt am Boxhagener Platz (Berlin-Friedrichshain)

 


 
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2 Kommentare

    • gedankenlichter

      Das weiß ich leider nicht. Habe noch von niemandem gehört, der über den 1. Geburtstag zu Hause geblieben ist.
      „Alle“ war deshalb meine jetzige Einschätzung. Aber es ist hier einfach normal so…

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