Berlin: Elternzeit mal anders

Gedankenchaos

 

Gedanken über die 21. Woche in Berlin (02.-08. Dezember 2019)

Wann hört das auf?

Diese vielen Gedanken?

Wer kennt das auch?

Ein Gedankenchaos im Kopf.

Unterschiedliche Themen.

Philosophisch, gesellschaftlich, alltäglich.

Manchmal weiß ich nicht, wo ich weiterdenken soll.

Was ich beenden kann.

Was Potenzial hat.

Mit wem ich mich darüber austauschen soll.

Viele Themen habe ich schon in vergangenen Blogbeiträgen bearbeitet.

Feminismus.

Glaube.

Herzensentscheidungen.

Mein eigenes ICH.

Kindheit ohne Strafen.

Träume, Ziele, Pläne.

Sinn des Lebens.

Elternzeit in Berlin.

Mama sein.

Chancengleichheit.

Wertschätzung.

Die blu:boks Berlin.

Die Liebe zu meinem Ehemann.

Glück.

Beziehungen.

Zeit.

Berlin vs. Stuttgart.

Eindrücke einer Stadt.

Unsere Ankunft in Berlin.

Viele Themen.

Viele Gedanken dazu.

Aber immer noch offene Fragen.

Vieles bleibt ungeklärt.

Ich bin weiterhin auf der Suche.

Und werde dies wohl immer bleiben.

Was auch gut so ist.

Das Leben bleibt spannend.

Aber das Chaos in meinem Kopf nervt trotzdem.

Manchmal.

Nicht immer.

Mein Mann sagt, wenn wir zurück sind, müssen wir uns sortieren.

Die Eindrücke sacken lassen.

Das Erlebte reflektieren.

Die Begegnungen nachwirken lassen.

Wir werden überlegen müssen, was wir weiterverfolgen wollen.

Wie unser Leben in Stuttgart aussehen soll.

Unsere Wohnung muss wieder eingerichtet werden.

Etwas spartanischer.

Weniger ist mehr.

Jedes Ding an seinem Platz.

Wir werden unsere Jobs wieder aufnehmen.

Beide dort zu 60% arbeiten.

Den Rest für unsere Familie da sein.

Wir werden unser Projekt weiterführen.

Unseren Lebensplaner auf den Markt bringen.

So zumindest der Plan.

Wir werden unsere Kinder in der KITA eingewöhnen.

Wann genau ist noch unklar.

Wie werden in Kontakt mit unseren Berliner Freund*innen bleiben.

Hoffentlich.

Wir werden der Zeit hier in Berlin hinterhertrauern.

Das neue Einleben wird sicherlich nicht einfach werden.

Für unsere Kinder.

Und für uns.

Die Frage nach dem Chaos in meinem Kopf bleibt.

Ich versuche auszuweichen.

Die Gedanken für den Moment abzustellen.

Mit dem Wissen, dass sie gleich wieder kommen werden.

Beim Schreiben kann ich sie loswerden.

Erstmals.

Danach kehrt etwas Ruhe ein.

In meinem Kopf.

Ich liebe es, viele Gedanken mit meinem Mann teilen zu können.

Mein engster Vertrauter.

Bester Teampartner.

Der mich meistens versteht.

Meine Gedanken immer ernst nimmt.

In Bezug auf christliche Gemeinden zum Beispiel.

Für was sind Gemeinden da?

Brauche ich als Glaubende unbedingt eine Gemeinde?

Warum?

Was muss es dort geben, damit ich mich wohlfühle?

Ernst genommen?

Willkommen?

Und zwar mit all meinen Fehlern.

Den offensichtlichen und den weniger sichtbaren.

Ohne Ausgrenzung und Manipulation.

Ich bin auch glücklich ohne Gemeinde.

Momentan.

Fühle mich befreiter und zufriedener.

Wir hatten letzte Woche ein Gespräch.

Mit einem tollen Mann.

Selbst Theologe.

Hat viel Erfahrung mit Gemeinden.

Er sieht Gemeinden kritisch.

Weil keine Erneuerung geschieht.

Das Zeitgeschehen und die Gesellschaft nicht berücksichtigt werden.

Er sagt, ein Drittel aller Gemeinden wird eingehen.

Ein Drittel wird sektiererisch werden.

Und das letzte Drittel bleibt bestehen.

Er bringt uns erneut ins Nachdenken.

Wir schätzen seine Meinung sehr.

Lassen uns beeinflussen.

Fragen uns, von wem wir uns eigentlich beeinflussen lassen wollen.

Für uns hat dieser Mann schon sehr viel Lebenserfahrung.

Er hat schon viel erreicht.

Hat ein sehr großes Herz.

Ist sympathisch und authentisch.

Arbeitet in der blu:boks Berlin.

Eine Einrichtung, die uns auch ins Nachdenken bringt.

Weil sie anders ist als andere Einrichtungen.

Eine besondere Atmosphäre vorherrscht.

So viele tolle Menschen dort arbeiten.

Mit eigenen Geschichten.

Fehlern und Begabungen.

Mein Rat an jede*n:

Besuch doch mal die blu:boks Berlin.

Lass dich dort willkommen heißen.

Wertschätzen.

Und berühren.

Wir machen uns Gedanken über ein Zuhause.

Mieten oder kaufen?

Haben wir den Traum vom Eigenheim?

Warum will man ein schönes Zuhause?

Wo soll dieses sein?

Auf dem Land oder in der Stadt?

Wir lieben es in der Stadt zu wohnen.

Wie momentan hier in Berlin.

Es gibt so viele Möglichkeiten.

Cafés fußläufig oder mit dem Rad erreichbar.

Supermärkte und Bäckereien um die Ecke.

Spielplätze, Kindercafés und Büchereien.

Aber es herrscht Anonymität.

Auf dem Land kennt man sich.

Dort hat es viel Platz.

Die Kinder können ohne Straßenverkehrsgefahren spielen und entdecken.

Aber die Gefahr einer zu kleinen Blase ist groß.

Man schwimmt schnell in der immer gleichen Suppe.

Hört wenig andere Meinungen.

Lernt weniger neue Menschen kennen.

Der große Vorteil einer Stadt.

So viele Geschichten.

So viel Andersartigkeit.

So viel Toleranz.

Am Wochenende zu Besuch bei Freund*innen auf dem Land.

In Brandenburg.

Viel Land, wenig Verkehr.

Ein wunderschöner geerbter Hof.

Mit so viel Potenzial.

Etwas Neues und Wertvolles entstehen zulassen.

Eine Willkommens-Atmosphäre zu schaffen.

Ich würde am liebsten mitträumen.

Pläne schmieden.

Kreativ sein.

Erschrecke aber auch vor der vielen Arbeit.

Ein alter Hof mit vielen Fundstücken.

Teilweise bruchfälligen Stücken.

Mit viel Platz und der Gefahr alles vollzustellen.

Aber es wird ein schönes Zuhause werden.

Für unsere Freund*innen.

Weil es mit viel Liebe eingerichtet wird.

Kreativität Gestalt gewinnt.

Groß gedacht wird.

Ein Vielseitenhof in Leißnitz.

Auch was für uns?

Erstmals wohl eher nicht.

Aber wer weiß, was das Leben mit uns vorhat?

Meine Gedanken schweifen ab.

Ich habe noch mehr Gedanken.

Werde sie einfach mal aufschreiben.

Unkommentiert.

Um sie loszuwerden.

Dich daran teilhaben zu lassen.

Wann fühlt man sich an einem Ort wohl?

Wie kann mehr Menschlichkeit und Liebe in die Politik?

Ist man als Politiker*in noch Mensch oder nur ein Parteimitglied?

Macht uns zu viel Hygiene nicht kranker?

Wie viele Geschenke braucht es an Weihnachten?

Oder überhaupt?

Warum machen wir uns damit verrückt?

Haben unsere Kinder nicht alle viel zu viele Spielsachen?

Schränken wir nicht dadurch ihre Kreativität ein?

Wie geht man mit Abschied um?

Warum fällt es mir so schwer, mich von Berlin und der boks zu verabschieden?

Wie werde ich mit meinem Einstieg in der Schule umgehen?

Beziehungen zu Jugendlichen mit Bewertungen und Leistungsdruck zu haben?

Wer oder was macht mich glücklich?

Suche ich mein Glück in mir?

Oder mache ich es von äußeren Umständen abhängig?

Wie stark hat uns die Zeit hier verändert?

Wie werden unsere Kinder mit dem erneuten Umzug umgehen?

Wann wird es normal werden, dass Elternschaft gleichberechtigt geführt wird?

Was muss ich gegen den Klimawandel tun?

Ist er so schlimm, wie gesagt wird?

Wie viel offenbare ich von mir?

Wie verletzlich und angreifbar will ich mich machen?

Wie führe ich Diskussionen?

Engstirnig und kleinkariert?

Oder liebevoll und offen?

Erzeugt Druck nicht immer auch Gegendruck?

Warum sollte man die Bibel wortwörtlich nehmen?

Schränke ich mich damit nicht viel zu sehr ein?

Warum wird Homosexualität in christlichen Kreisen so oft als Krankheit angesehen?

Als Sünde?

Von der man anscheinend geheilt werden kann?

Ist nicht unsere Sexualität unsere tiefste Identität?

So viele und noch mehr Gedanken und Fragen habe ich.

Ich liebe sie.

Sie machen mein Leben spannend.

Aber manchmal auch anstrengend.

Sie sind da.

Ich will sie nutzen.

Und weiterdenken.

 


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