Berlin: Elternzeit mal anders

Eine Hommage an meinen Mann

 

Gedanken über die 8. Woche (02. – 08.09.2019)

Ich bewundere ihn.

Ich vertraue ihm.

Ich liebe ihn.

Mit ihm auf der Reise zu sein macht Spaß.

Macht mich glücklich.

Und fordert mich heraus.

Er fordert mich heraus.

Immer wieder.

Manchmal ist das für mich nachvollziehbar.

Manchmal aber auch nervig und erschreckend.

Aber genau das brauche ich.

Neue Herausforderungen.

Um mich weiterzuentwickeln.

Eine andere Sichtweise zu betrachten.

Ich liebe ihn.

Ich liebe ihn für seine Diskussionsbereitschaft.

Für sein Weiterdenken.

Für seinen Wissensdrang.

Ich liebe ihn.

So wie er ist.

Deshalb diese Hommage.

Diese Ehrung.

Diese Dankesrede.

Für meinen Ehemann.

Den ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang kenne.

Mit dem ich seit neun Jahren auf der Reise bin.

Den ich nicht mehr so schnell hergebe.

Weil er mein persönlicher Jackpot ist.

Manchmal frage ich mich, wie er es mit mir aushält.

Mit meinen Macken.

Meinen unschönen Seiten.

Meinem Denken.

Meinen Wünschen.

Meinem Charakter.

Aber er hält es aus.

Irgendwie.

Und das freut mich sehr.

Macht mich glücklich.

Ich finde wir sind ein gutes Team.

Auf der einen Seite inspiriere ich ihn.

Fordere ihn heraus.

Ermuntere ihn.

Auf der anderen Seite muss er mich immer wieder erden.

Weil ich zu viele Gedanken und Ideen in meinem Kopf habe.

Er motiviert mich, die Ideen auch umzusetzen.

Und hilft mir dabei.

Er lässt mir den Freiraum, an meinen Ideen dran zu bleiben.

Sie weiterzuentwickeln.

Dafür zu kämpfen.

Wir machen uns gemeinsam viele Gedanken.

Über mehr Möglichkeiten.

Unser Leben.

Andere Menschen.

Er lebt meine Träume mit mir.

Und ich seine mit ihm.

Er ruht sich nicht auf Gewohnheiten aus.

Überdenkt Glaubenssätze.

Investiert in seine Ehe und Familie.

Widersetzt sich dem „Normalen“.

Der Tradition.

Dem Spießertum.

Dem Konservativen.

Wagt gemeinsam mit mir Neues.

Elternzeit mal anders.

Familienalltag weniger traditionell.

Mann arbeitet, Frau zuhause.

Hört sich nett an, ist für uns aber nichts.

Er denkt mit mir über Alternativen nach.

Sieht uns als gleichwertige Elternteile.

Mit eigenen Bedürfnissen.

Nach selbstbestimmter Zeit.

Zeit als Paar.

Und für die Kinder.

Wir teilen uns Arbeit und Familie partnerschaftlich auf.

Damit keiner auf der Strecke bleibt.

Beide glücklich sein können.

Weil wir Ähnliches wollen.

Arbeiten und Kinder.

Zeit für sich selbst haben.

Die Zeit mit Kindern ist eine Art Selbstaufgabe.

Mein Mann merkt, was „frau“ schon jahrelang leistet.

Was es heißt, über mehrere Stunde und Tage alleine mit zwei Kindern zu sein.

Wie entspannt hingegen die Zeit im Büro sein kann.

Weil man meist selbst über Pausenzeiten entscheiden darf.

Man seinen Kaffee meist in Ruhe leer trinkt.

Man nicht fremdbestimmt ist.

Ich liebe ihn dafür, mir diesen Freiraum zu schenken.

Ein Recht, das jedem Menschen, jedem Elternteil zusteht.

Nicht nur den Männern.

Ich liebe ihn für seinen Umgang mit unseren Kindern.

Für seine Geduld.

Seine unendliche Liebe.

Seinen Umgangston.

Ich liebe ihn für seine Disziplin.

Sein Streben nach mehr.

Seine Gedanken.

Sein Wissen.

Ich liebe ihn für seine Treue zu mir.

Seine Unterstützung.

Sein Kümmern.

Seine Nähe.

Ich liebe es, mit ihm auf dem Weg zu sein.

Hier in Berlin.

Aber auch in Stuttgart.

Ich liebe es zur Zeit so viel mit ihm zu teilen.

Die Arbeit in der blu:boks.

Die Zeit mit unseren Kindern.

Die Erlebnisse mit unseren Freunden.

Der Alltag hier fordert uns heraus.

Macht uns stärker.

Bringt uns zum Nachdenken.

Ich freue mich darüber, diese Erfahrungen gemeinsam mit ihm machen zu dürfen.

Ich freue mich darüber, gemeinsam unsere Teamfähigkeit weiterzuentwickeln.

Ich freue mich darüber, mit ihm gemeinsam unsere Kinder zu begleiten.

Ich freue mich darüber, ihn an meiner Seite zu haben.

Danke, dass es DICH gibt.

Danke, dass DU mich liebst.

Danke für alles.

Ich liebe DICH.

 


 

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9 Kommentare

  • Verena

    Es macht Spaß deine Gedanken zu lesen und selbst drüber nachzudenken. Habe es dir bestimmt schon gesagt: ich finde euch inspirierend. Danke.

  • Sabrina

    Danke für deine und eure Offenheit.
    Ihr seid so *anders*, lebendig, experimentierfreudig und erfrischend, das tut mir gut und öffnet meinen Blick.
    Viel Freude weiterhin in Berlin!

  • Sarah

    Dein Beitrag hat mich beim Lesen zu Tränen gerührt. Weil ich dir deinen Michi von Herzen gönne und weil ich es einfach so toll finde, dass ihr immer in Bewegung bleibt. Und das nicht nur örtlich, sondern auch gedanklich.
    Oftmals bin ich selbst zu bequem etwas Neues anzupacken oder habe Angst vor dem ungewissen Ausgang. Aber eigentlich bin ich zufrieden mit und in meinem Leben, bin dankbar wie es ist und glücklich. Doch ein Gedanke bleibt: Bin ich glücklich, weil ich mich mit meiner Situation “arrangiert” habe und es ok so ist, oder brauche ich Veränderung? Nach deinem Beitrag “Glücklich sein ist eine Entscheidung” wurde mir klar: Ich habe mich schon entschieden mit meiner Situation, meinem Leben, meinen Beziehungen, meiner Familie momentan glücklich zu sein. Und darf trotzdem nicht vergessen die Wünsche in meinem Herzen ganz leise zu hören und dabei zu überlegen: Wie und wem kann ich von meinem Glück abgeben!?

    Danke fürs Teilen deiner Gedanken!

    • gedankenlichter

      Danke, Sarah 🙂
      Dein Kommentar hat mich wiederum fast zu Tränen gerührt.
      Und ja, das ist ganz wichtig: An seinen Träumen und Wünschen dranzubleiben, sie nicht zu ignorieren, auch wenn man in der momentanen Situation glücklich ist. Sich zu entscheiden, glücklich zu sein, heißt nicht, stehen zu bleiben und seine Wünsche zu ignorieren. Also lass uns auf unser Herz hören und an unseren Träumen dran bleiben!
      Deine Überlegung, wie und wem von seinem eigenen Glück abzugeben ist so wertvoll und wichtig! Das vergesse ich leider auch zu oft, aber ich glaube genau dafür sind wir hier auf dieser Erde: Um Glück zu teilen, andere Menschen glücklich zu machen und sich selbst dabei nicht zu vergessen.

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